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Liebe Leserin, lieber Leser!

«Geschichten sind die einzig wertvollen Produkte, die von uns Menschen bleiben.» Was Wladimir Kaminer, mit dem ich endlich meine vor fast sechs Jahren getroffene Verabredung gerade noch vor der «Corona-Kontakt-Sperre» realisieren konnte, selbst als «wertvolles Produkt» nach diesen uns alle heraus- und hier und da auch überfordernden Monaten kreieren wird, gehört zu jenen Geschichten, auf die wir uns freuen können. Denn Kaminer hat die wunderbare Gabe, den Menschen in all ihren Besonderheiten, Abgründen und Eigenheiten mit zugeneigter Neugier, etwas Schalk hinter den Ohren und lebensbejahender Offenheit, vor allem aber jeder Menge freundlichem Humor zu begegnen, den wir alle so dringend zum Miteinander brauchen, um nicht gegeneinander zu agieren. Und so habe ich mich in den letzten Wochen immer wieder gefragt, welche Geschichten wir wohl über den Frühling und Frühsommer 2020 erzählen werden …!?
Für die erste Sommerausgabe 2020 unseres Magazins haben wir für Sie viele Geschichten gefunden, veranlasst oder entdeckt, die von tiefer Leidenschaft für die Naturwunder am Donaudelta und ihre gefiederten Bewohner berichten, von ungewöhnlichen Begegnungen mit berühmten Dichtern oder unser aller «Jubelkult um Gedenktage» hinterfragen. Lassen Sie sich hier von der Themenvielfalt der Juni-Ausgabe inspirieren – auf Wunsch können Sie gerne auch jederzeit ein Einzelheft bestellen. Vielleicht gibt es ja gerade jetzt jemanden, dem Sie mit unseren Geschichten ein «wertvolles Produkt» offerieren mögen!?

Von Herzen wünsche ich einen sonnigen Monat, der unsere Gedanken beflügelt und die Fenster der Möglichkeiten wieder weiter öffnet.
Es grüßt aus Stuttgart in alle Himmelsrichtungen,
Ihre
Maria A. Kafitz

Unsere Seiten im Juni:

editorial

Jean-Claude Lin

Scharfe Paprika

im gespräch
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Wladimir Kaminer im Gespräch mit Maria A. Kafitz

Worte wiegen mehr als Dinge

Der Abend, an dem ich Wladimir Kaminer endlich zum Interview traf, erscheint aktuell wie aus einer anderen Zeit: Der Saal im Theaterhaus war prall gefüllt, im Foyer tummelte sich ein ausgelassenes Publikum, und vor dem Tisch, an dem Kaminer charmant und unermüdlich signierte, schlängelten sich unzählige Menschen, die gleich mehrere Bücher gekauft hatten. Wir alle freuten uns auf einen besonderen Abend. Der folgte auch – und wird hoffentlich wieder und wieder erfolgen. Alles ändert sich in kurzer Zeit. Und verändert dabei vieles. Eines aber ist und bleibt: Lesen und Vorlesen, Erzählen und Erzähltbekommen gehören zu den Glücksmomenten unseres Seins. Beides kann Wladimir Kaminer (www.wladimirkaminer.de) vorzüglich und hat dies schon in über 25 Büchern getan. Wenn es also wieder möglich ist: Gehen Sie hin! Und unabhängig davon: Lesen Sie die Geschichten, die er dem Leben stibitzt, um die Menschen und Ereignisse auch übermorgen noch erlebbar zu machen.

augenblicke
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Lou Bertalan (Text & Fotos)

Wildes Donaudelta. Vogelreichtum und unberührte Natur

Vom Schwarzwald ins Schwarze Meer – an ihrem unteren Ende bildet die Donau ein Delta von atemberaubender Schönheit. Seit 1990 Biosphärenreservat und UNESCO-Weltnaturerbe, ist dieses mit 5800 km² größte Feuchtgebiet Europas ein besonderer Anziehungspunkt für Naturliebhaber und -fotografen aus aller Welt, besonders jene, die den dortigen Vogelreichtum bewundern wollen.

verweile doch …

Brigitte Werner

Lady in Red

In ihrer Kolumne beschreibt Brigitte Werner monatlich jene Momente, die das Leben im Kleinen zur großen Überraschung werden lassen – wenn man hinschaut, hinhört und aufmerksam bleibt. Die Autorin zahlreicher Bücher lebt und arbeitet im Ruhrgebiet und an der Schlei. Lassen Sie sich von ihren Geschichten – in der aktuellen trifft sie keinen Geringeren als den Dramatiker Heiner Müller – überraschen und schauen Sie auch mal auf ihrer Homepage vorbei www.brigittewerner.de oder auf der Seite des Verlages.

erlesen

Ein Odysseus Britanniens

«Die Laternenträger» von Rosemary Sutcliff

gelesen von Konstantin Sakkas

thema

Jean-Claude Lin

Das Geheimnis des Charles Dickens

Vom Reiz des Unvollendeten

mensch & kosmos

Wolfgang Held

Der Kosmos feiert die Schönheit

das gedicht

Hölderlin 6 / 12

Diotima

kalendarium

Jean-Claude Lin

Juni 2020

Menschen und Ereignisse des Monats, Stern- und Planeten-Konstellationen sowie Gedanken zu und von den Jubilaren Hegel, Hölderlin und Beethoven.

der himmel auf erden

Michael J. Kolodziej

Den Himmel aus der Erde schöpfen

Gestaltungswille, Einsatzbereitschaft, Kreativität, Angstfreiheit und Verantwortungsbewusstsein sind Fähigkeiten, die nicht bewertet werden können und doch den Unterschied machen auf dem Weg, den Himmel aus der Erde zu schöpfen.

erfinder und visionäre
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Wolfgang Held (Text) & Daniel Seex (Illustration)

Alan Turing. Ein unbewaffneter Kriegsheld

Alan Turing gilt als einer der Väter der Computertechnik und der Künstlichen Intelligenz und ist vielen von uns vor allem «Code-Knacker» im Zusammenhang mit der Enigma-Maschine bekannt. Welche sensible Persönlichkeit hinter seinem Zahlengenie schlummert, das wird für manch einen neu sein …

kindersprechstunde

Dr. med. Karin Michael

Gesund aufwachsen. Die Grenzen zwischen Welt und Ich

An den Grenzflächen zwischen Leib und Außenwelt zeigt sich gerade heute, wie wir mit unserer Umwelt in inniger Verbindung und Austausch stehen. Gemeint ist hier die Haut als unser größtes Sinnesorgan, aber auch die weiter innen liegenden Schleimhäute von Magen-Darmtrakt, Atemwegen, Urogenitaltrakt und die Bindehäute der Augen. Besonders im Frühjahr und im Sommer reagieren an diesen sogenannten «Hüllorganen» immer mehr Menschen heftig gereizt auf die Begegnung mit der aufblühenden Natur. Ekzeme, Heuschnupfen und pollenbedingtes Asthma bronchiale haben ihre Hochzeit – auch in der Kinderarztpraxis.

warum ich ohne kafka nicht leben kann

Elisabeth Weller

Vom gemeinsamen Winden eines Kranzes

Das Gedicht «Corona» von Paul Celan

Was die Literaturvermittlerin und Leiterin literarischer Salons sonst noch umtreibt, erfahren Sie unter www.elisabethweller.de

sehenswert
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Christian Hillengaß

Potsdam an der Seine

Danke der Verlängerung ist die wunderbare Ausstellung «Monet. Orte»noch bis zum 19. Juli 2020 zu sehen. Nichts wie hin, denn sie ist eine der umfangreichsten Retrospektiven, die dem Künstler jemals in einem deutschen Museum ge­­widmet wurde.

Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstr. 5–6, 14467 Potsdam
Besucherservice Tel.: +49 331 236014-499
oder E-Mail besucherservice@museum-barberini.com
www.museum-barberini.com

aufgeschlagen
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Elsa Beskow

Das Sonnenei

Elsa Beskow, die Grande Dame des skandinavischen Bilderbuchs, hat eine anrührende Geschichte über die Sehnsucht nach dem Sommer und dem Traum von der Reise ins
Sonnenland geschaffen, wie sie so wohl nur im Norden erzählt werden kann.

wundersame zusammenhänge
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Albert Vinzens

Frau van Beethoven?

Der Autor und Philosoph Albert Vinzens stellt sich und uns Fragen. Im Juni nun, während fast alle Veranstaltungen zu diversen Jubiläen 2020 rund um Beethoven, Helle, Hölderlin & Co. ausgefallen, verschoben oder nur online stattfanden und -finden, hinterfragt er sich und uns, warum wir überhaupt immer nur diese runden Jahrestage zum Anlass nehmen statt uns neue Zyklen zu ersinnen …!?

Foto: skaisbon_photocase

literatur für junge leser

Alf Prøysen

Die fabelhafte Frau Löffelchen

gelesen von Simone Lambert

mein buntes atelier
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Daniela Drescher

Summ, summ …

Nicht nur im Atelier, auch Im Garten von Daniela Drescher ist immer etwas los!

weiterkommen

Michael Stehle

Herausforderung und Würde

Verleger Michael Stehle ergründet die Aussagen seiner Autors Alfred Schütze, der in seinem Buch «Das Rätsel des Bösen» unter anderem der sehr aktuellen Frage nach dem Umgang mit Polaritäten widmet: Gibt es auf jede Frage immer nur eine Antwort? Gibt es zu jeder Eigenschaft nur genau einen Gegenpol?

sudoku | preisrätsel

Jean-Claude Lin & Sebastian Hoch

Sudoku Square magic 136 & Bauwerke der Menschheit 6/12

Auf vielfachen Wunsch hier auch die Lösungsworte der vergangenen Ausgaben. Sie lauten: Jüdisches Museum (Januar), Brooklyn Bridge (Februar), Pont du Gare (März), Schloss Sanssouci (April), Dogenpalast (Mai)

tierisch gut
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Renée Herrnkind

Loslassen lernen

Im Juni nimmt uns Renée Herrnkind mit auf den Hühnerhof, auf dass aus Eiern auch Erkenntnis schlüpft ;-)

Franziska Viviane Zobel hat sich wieder eine passende Illustration dazu einfallen lassen.

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ad hoc

Jean-Claude Lin

Lesenswert und genussvoll

E.T.A. Hoffmann – eine späte, aber eindrucksvolle Entdeckung!